Silber & Schmuck
Seit jeher üben Edelmetalle eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Auch unser Herz schlägt höher beim Anblick kostbarer Materialien wie Gold und Silber sowie von Pretiosen mit Edelsteinbesatz. Historische Arbeiten gehören dabei ebenso zu unserem Interessensgebiet wie moderne Schmuckstücke und Designobjekte.

Silber als Statussymbol
Historisches Silber war seit jeher ein Ausdruck von Status und Wohlstand und diente zugleich der repräsentativen Selbstdarstellung. Aufwendig gearbeitete Tafelsilber, Prunkgefäße und Zierobjekte spiegelten nicht nur handwerkliche Meisterschaft, sondern auch gesellschaftliche Stellung und kulturellen Anspruch ihrer Besitzer wider.

Marken & Punzen
Die Punzierungen auf Silber entwickelten sich früh als verlässliches System zur Sicherung von Qualität und Herkunft. Bereits im Mittelalter führten viele Städte verbindliche Stempel ein, mit denen Feingehalt, Meister und oft auch das Herstellungsjahr gekennzeichnet wurden. Diese Marken schufen Vertrauen im Handel, erleichterten die Kontrolle durch Zünfte und Obrigkeiten und ermöglichten eine eindeutige Zuordnung der Arbeiten.

Zentren der Silber- und Golschmiedekunst
Bedeutende deutsche Zentren herausragender Silberschmiede-arbeiten waren neben Nürnberg und Augsburg auch Hamburg, Ulm, München, Dresden, Hannover, Freiburg, Köln und Aachen. Im europäischen Ausland galten Städte wie Venedig, Rom, Paris, Amsterdam, Antwerpen und Brüssel sowie London, Birmingham und Sheffield als führend.

Diamant, Rubin, Saphir & Co.
Schliff, Größe, Reinheit und Farbe bilden die zentralen Kriterien zur Bewertung von Edelsteinen. Ihr Zusammenspiel bestimmt nicht nur die Schönheit und Brillanz eines Steins, sondern auch seinen Seltenheitsgrad und damit seinen Wert. Diese Faktoren dienen seit jeher als maßgebliche Orientierung für Gemmologen, Händler und Sammler gleichermaßen.

Liturgisches Silber
Eine jahrelange Beschäftigung mit Ikonen ermöglicht es, einzelne Malzentren wie Nowgorod, Kostroma, Palech, Mstera, Choluj, Moskau und St. Petersburg zu unterscheiden. In Einzelfällen lassen sich sogar Malschulen und Ikonenmaler wie Kyrill Uljanow, Simon Uschakow, Prokopij Tschirin, Wassilij Gurjanow, Michail Dikarew und Iosif Semenovich Chirikov eindeutig identifizieren.

Edler Besatz: Koralle & Email
Neben klassischen Ikonenthemen wie Christus Pantokrator, der Gottesmutter sowie Heiligen der orthodoxen Kirchen – etwa Nikolaus von Myra, Georg dem Drachentöter oder Alexander Newski – begeistern uns besonders seltene und singuläre Darstellungen, etwa das Jüngste Gericht, die Bergpredigt, die Erschaffung der Welt oder liturgische Szenen.

Profanes Silber
Ikonen reichen in ihrer Gestaltung von miniaturhaften Reiseikonen bis hin zu monumentalen Werken aus Kirchenikonostasen, welche den liturgischen Raum vom profanen Bereich der Kirche abgrenzen.

Gold
Besonders reizvoll sind Ikonen mit historisch gesicherter Provenienz, die sich etwa durch Widmungs-inschriften oder Einträge in Inventaren eindeutig identifizieren lassen. Eine gesicherte Historie kann die kunsthistorische und sammlerische Bedeutung einer Ikone erheblich steigern.
Darüber hinaus sind Ikonen von besonderem Interesse, die im Rahmen von Museums-ausstellungen – etwa im Ikonenmuseum in Frankfurt oder in Recklinghausen – publiziert wurden.
